Wassergehaltsbestimmung in biogenen Festbrennstoff in der täglichen Praxis
Der Wassergehalt (w) von biogenen Festbrennstoffen ist eines der wichtigsten Qualitätsmerkmale dieser Stoffe. Die Energieausbeute, die Lagerfähigkeit und die entsprechende Lieferpreise der Festbrennstoffe hängen von der korrekten Bestimmung dieses einen Parameters ab. Die Bestimmung des Wassergehaltes nach der sog. Trockenschrankmethode ist zwar in der Bundesrepublik weit verbreitet. Leider ist diese bei vielen Anwendungen in der Praxis leider zu zeitaufwändig. Hierzu müssen holzartige Brennstoffe bis zur Gewichtskonstanz mind. 24 Stunden getrocknet werden und bei Scheitholz muss erst die Probe mit einer Axt oder einem Spaltmesser per Hand auf eine Teilchendicke von höchstens 30 mm zerkleinert werden.
Das ist in der Regel nicht so einfach machbar.
Daher werden in der Regel für eine schnellere Bestimmung des Wassergehaltes (w) im Holzscheit häufig ein sog. Holzfeuchtemessgerät eingesetzt. Mit diesen Holzfeuchtemessgeräten wird dann die Brennstofffeuchte (u) ermittelt. Diese kann dann auf den Wassergehalt w umgerechnet werden.
Bei verschiedenen Vergleichsmessungen und Praxistests mit div. Messgeräten für die Bestimmung der Holzfeuchte sind bislang meist für Anwendungen bei Schüttgutbrennstoffen wie Holzhackschnitzel oder Holzpellets durchgeführt worden.
Bei Scheitholzbrennstoffen ist bis zum heutigen Datum nur eine Untersuchung der Bayerischen Landesanstalt für Landtechnik bekannt geworden.
Bei dieser Untersuchung ist ein Versuchsaufbau von fünf Messgeräten zur Schnellbestimmung des Wassergehaltes von Scheitholz verwendet worden.
Im Rahmen von praktischen Untersuchung wird immer wieder festgestellt, dass der Einsatz von dieser Art von Holzfeuchtemessgeräten leider sehr begrenzt ist, da der Messbereich der Geräte häufig nicht über den Fasersättigungsbereich von ca. 18 bis 26% Wassergehalt hinaus reichen. Das resultiert daraus, dass oberhalb dieses Bereiches kaum noch ein Zusammenhang zwischen dem Wassergehalt und der elektrischen Leitfähigkeit des Holzes besteht. Bei den meisten Holzfeuchtemessgeräten wird mit einem zunehmendem Wassergehalt ( bereits ab ca. 20 %) erhebliche Abweichungen zur Referenzmessung ( der o.g. Trockenschrankmethode ) beobachtet.
Sieht man im Vergleich dazu Messungen bei Schüttgütern ( wie z. B. bei Holzhackschnitzeln ) ist die Schnellbestimmung des Wassergehaltes von Scheitholz zudem auch mit wesentlich größeren Messwertschwankungen verbunden. Hinsichtlich der Einsatztauglichkeit bzw. der Genauigkeit der Kalibrierung sind somit nicht zu 100 % als positiv zu bewerten.

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November 12th, 2009 at 20:21
echt geile infos, danke schön !