Biologische Abläufe im Teich
Der Stickstoffkreislauf im Teich
Abgestorben Pflanzen, Futterreste, Ausscheidungen der Fische und anderer Lebewesen im Teich, Blütenstaub und alle biologischen Stoffe die ins Teichwasser gelangen werden von Mikroorganismen zersetzt. Das Zersetzen der Biomasse verbraucht Sauerstoff und setzt den in den organischen Stoffen enthaltenen Stickstoff als Ammonium oder auch als giftiges Ammoniak frei. Ammoniak ist fischgiftig. Das Verhältnis von Ammonium zu Ammoniak wird unter anderem vom ph-Wert des Wassers beeinflusst. Über einem pH-Wert von etwa 8,5 wir vermehrt Ammoniak vorliegen und es wird für die Fische gefährlich. Der optimale pH-Wert für die meisten Fische liegt um bei 7–8. Da ein Gartenteich ein künstliches System ist, muss oft mit einem Teichfilter für die richtige Umgebung für diese Prozesse geschaffen werden.
Die Nitrifikation
Ammonium und Ammoniak wird durch „Nitrosifizierer“ oder „Nitritbakterien“, z.B. Nitrosomonas, zu Nitrit umgewandelt. Dabei wird Ammoniumionen (NH4+) in Nitrit (NO2- ) oxidiert. Nitrifizierer, also Bakterien die Nitrit umbauen, z.B. Nitrobacter, bauen das Nitrit in Nitrat um. Beim Umbau vonAmmoniak zu Nitrit (NO2- ) und weiter zu Nitrat (NO3-) wird Sauerstoff verbraucht. Nitrosifizierer und Nitrifizierer sind also aerobe (sauerstoffliebende) Bakterien.
Pflanzen schließen den Kreislauf
Nitrate sind wichtige Pflanzennährstoffe. Die Wasserpflanzen und die Algen nehmen die Nitrate auf und erzeugen Biomasse. Wenn diese abstirbt und zersetzt wird beginnt der Stickstoffkreislauf von vorne.
Hier sehen wir schon das Problem aller künstlichen Teiche und auch einiger natürlicher Seen. Dort wo in das System Teich Stickstoffverbindungen eingebracht wird ohne Biomasse zu entfernen wird sich das System nicht stabilisieren. Biologische Prozesse in Teichfiltern können nur Stoffe umwandeln und nicht verschwinden lassen!
Was passiert wenn der Teich „umkippt“?
Wenn die Nitrate, also der Pflanzendünger, nicht von Wasserpflanzen aufgenommen oder aus dem Teich entfernt werden, und sich immer weiter frei gelöst im Wasser anreichern, kommt es zu einer explosionsartigen Vermehrung der Algen. Sind die Nährstoffe von den Algen weitestgehend in Biomasse eingebunden, kommt es zum Absterben der Algen. Die abgestorbene Biomasse wird von Mikroorganismen zersetzt. Dabei wird nun nahezu aller Sauerstoff im Wasser aufgebraucht. Was wiederum oft zusammen mit gestiegenen Ammoniakwerten zum Absterben der höheren Lebewesen im Teich führt. Dies wird landläufig als „umkippen“ des Teichs bezeichnet.
Was leistet nun der Teichfilter?
Zum einen filtert der Teichfilter im Idealfall Feststoffe aus dem Wasser bevor der Zersetzungsprozess anfängt. Das hilft allerdings nur, wenn diese organischen Feststoffe auch aus dem Wasser entfernt werden. Zum anderen unterstützt er durch Schaffen der idealen Umgebung das Ansiedeln der für den Stoffumbau benötigten Bakterien. Der Teichfilter soll Ammonium in ungiftige Nitrate wandeln. Dafür muss neben den Bakterien auch genügend Sauerstoff vorhanden sein. Dies kann man mit Sprudlern, Venturidüsen oder Ozonanreicherern erreichen. Weitere Informationen zu Filtern für Gartenteiche und Schwimmteiche finden sich bei Teichfilter Eigenbau.

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